2021 / 2022 Hortgebäude in Lübstorf

Projektplanung: Februar 2021 bis August 2021
Bauarbeiten:
September 2021 bis September 2022

Zu dem Projekt:
Die große Herausforderung diese Projektes war die geforderte sehr schnelle Planung und Bauausführung, als Voraussetzung für die Projekt-Förderung. Neben der Nutzung des digitalen Bauantrages, war hier die Unterstützung durch den Bauherrn (dem zuständigen Amt und der Gemeinde) und auch des Nutzers (Hort-Betreiber) die Grundlage zum Erfolg.

Aber auch die Bauausführung der ausführenden Firmen, die trotz der schwierigen Lieferbedingungen in der Bauzeit, Ihre Arbeiten entsprechend des Bauablaufplanes ausgeführt haben, ohne zeitliche Verschiebungen, haben einen großen Anteil daran, dass der Anbau so schnell in Nutzung gehen konnte.

Der Anbau an das Hortgebäude erfolgte als Ersatzneubau für eine alte Container-Anlage, die vor den Neubauarbeiten entfernt wurde. Da der zur Verfügung stehende Grundstückbereich nicht alle benötigten Flächen (Mehrbedarf für den Hort) aufnehmen konnte, auch bedingt durch den alten Baumbestand, habe ich den Anbau als 2-Geschosser geplant.

Um außerdem keine Fläche für ein 2. Treppenhaus (2. Rettungsweg für das OG) zu "verschwenden" bekam das Gebäude im Obergeschoss einen Rettungsbalkon und eine Rettungsrutsche als Besonderheit bei diesem Projekt und passend zur Gebäudenutzung.

Damit die Kinder die Rettungsrutsche in das tägliche Spielen einbeziehen können (eine Vorgabe des Brandschutzprüfers), wurde innerhalb der Bauphase dann noch eine Stahl-Spindeltreppe als Balkonaufstieg ergänzt.

Eine weitere Besonderheit dieses Neubaus ist von außen nicht sichtbar. Da der funktionale Neubau sehr kastenförmig geplant ist, bei dem im Grundriss außen die Gruppenräume und innen Flure angeordnet sind, habe ich zur natürlichen Belichtung der Flure ein großes Dachfenster in der Dachdecke vom Obergeschoss angeordnet und direkt darunter ein begehbares Deckenfenster in der Erdgeschossdecke einbauen lassen. So kann das Tages-Licht durch das Dach und durch das OG bis in den Flur vom EG gelangen.

Ursprünglich wollte ich hier, unter dem Dachfenster, eine Art Lichthof schaffen und dafür die Erdgeschossdecke im OG-Flurbereich großzügig aussparen und das große Deckenloch nur mit einem Geländer sichern. Aber das hat der Bauherr abgelehnt, hauptsächlich um keine Nutzfläche im OG-Flur zu verlieren. So habe ich statt dessen das begehbare Deckenfenster als Kompromiss geplant und einbauen lassen - das nun ein besonderer "Hingucker" ist.

Das ist ein gutes Beispiel dafür, wie ursprüngliche Planungen geändert werden und die daraus entstehenden Kompromisse, trotzdem ein positives, interessantes Ergebnis bringen.

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